Abschlussveranstaltung

PeerEnergyCloud versteht das Rauschen im Energienetz.

Saarlouis, 24. Juni 2014 – Nach knapp dreijähriger Projekttätigkeit hat PeerEnergyCloud auf einer Abschlussveranstaltung in Saarlouis Bilanz gezogen. Dabei wurde deutlich: Die im Projekt entwickelten Technologien haben das Potenzial, über die jetzige Erprobung auf dem Strommarkt hinaus Bedeutung zu gewinnen.

In PeerEnergyCloud werden individuelle Messdaten privater Verbraucher aus dem Energienetz unter Berücksichtigung des Datenschutzes erfasst. 96 Mal pro Tag, also alle 15 Minuten, wird der Stromverbrauch eines Haushalts ausgewertet. Präzise Prognoseverfahren ermitteln den
zu erwartenden Bedarf innerhalb eines Micro Grids und die voraussichtliche Stromerzeugung aus privaten Photovoltaikanlagen. Beides zusammen genommen ermöglicht es, den Stromverbrauch der Haushalte mit der Erzeugung in den Kraftwerken in Balance zu bringen und private Bedarfe mit Überschüssen aus der nachbarschaftlichen Produktion zu decken. Die gesamte Stromversorgung könnte so effektiver gesteuert werden.

Das Besondere an PeerEnergyCloud brachte Dr. Joachim Schaper, Leiter für Forschung bei der AGT auf den Punkt. „Die praktische Erprobung von Technologien wie dem Internet der Dinge, Cloud, Big Data, und Schutz der Privatsphäre machte PeerEnergyCloud zu einem idealen Forschungsprojekt.“

Dass die dabei erprobten Technologien weit über den Strommarkt hinaus Bedeutung finden können, hob Ludwig Karg von B.A.U.M. Consult hervor. Er stellte PeerEngergyCloud in den Kontext internationaler Ansätze zur Entwicklung von Smart Grids. Auf EU-Ebene werde das Thema sehr stark im Zusammenhang mit dem Thema Smart City und zunehmend als Frage der Regionalentwicklung gesehen. Dabei sollen nicht nur Technologien sondern auch Fragen eines neuen Marktdesigns und der Einbindung der Energiekunden untersucht werden.“

Am Projekt PeerEnergyCloud sind als Projektpartner die Stadtwerke Saarlouis das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), AGT International und SEEBURGER AG beteiligt.